Dating Burnout

Wer sich eine Zeit lang im Onlinedating versucht hat, weiß, dass man dafür, neben reichlich Zeit und Geduld, vor allem starke Nerven braucht. Manche kommen damit an ihre Grenzen, manche gehen darüber hinaus. Ich hätte diesen Zustand jetzt nicht Burnout genannt, doch das Buch „Dating Burnout“ brachte mich etwas zum Nachdenken.

Jürgen Koch-Draheim, Gründer des Privatinstituts Burnout Prophylaxe und Autor des Büchleins, legt die bekannten Merkmale und Stufen eines Burnout auf die Online-Partnersuche um. Gut nachvollziehbar, was der Autor da schreibt. Schon die klassischen Anfangssymptomen eines Burnout, dieses Gefühl der Leere, wird den meisten vertraut sein, die sich auf Dating-Portalen bewegen. Der Frust in dieser Welt der Singles ist der einzig verlässliche Dauerpartner. Einerseits weil Onlinedating Zeit verschlingt; andererseits, weil man mit Anfragen konfrontiert wird, die man lieber nicht bekäme. Wenn dann auch noch mehrere enttäuschende Dates aufeinander folgen oder der eine, von dem man meinte, er könnte passen, nie wieder von sich hören lässt. Dann kann’s schon mal eng werden.

„Dating Burnout“ versteht sich nicht nur als Leitfaden für schon mittendrin Steckende, Koch-Draheim liefert in seinem Büchlein einen guten Einblick in das Entstehen von Liebesbeziehungen und entwickelt im Text eine Formel für glückliche Zweisamkeit. Folgt man dieser, wird rasch klar, wie gering die Chancen sind, auf Anhieb den oder die Richtige zu treffen. Weder im digitalen Raum noch in der analogen Welt.

Onlinedating ist Stress, keine Frage. Bevor Sie in ein Burnout kippen, machen Sie eine Pause. Es lohnt sich nicht, für jemanden auszubrennen, schon gar nicht bei flüchtigen Begegnungen über Dating-Portale.

www.burnout-chance.de

Bild: Buch Dating Burnout von Jürgen Koch-Draheim

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